Auf dem Platz und in den Gremien: Versager raus! Neuanfang jetzt!

Trotz Klassenerhalt: Unser Kleeblatt steht vor dem Abgrund. Diese Entwicklung kommt nicht überraschend. Sie ist das Ergebnis von Inkompetenz, Selbstzufriedenheit und Fehlentscheidungen. Bereits im vergangenen Jahr haben wir in einem Offenen Brief unsere Sorgen artikuliert und von einer „brandgefährlichen Situation der Spielvereinigung“ und einer „vielfältigen Krise, die nicht nur die Profi-Mannschaft erfasst hat“ geschrieben.

Doch dieser Hilfeschrei blieb ungehört. Statt Verantwortung zu übernehmen, wurden Probleme ausgesessen und Kritik abgewiegelt. Die Verantwortlichen des e.V., namentlich Präsident Volker Heißmann, sowie der ausgegliederten Profisparte, also Aufsichtsratschef Peter Köhr, Geschäftsführer Holger Schwiewagner und Sportdirektor Stephan Fürstner, haben auf ganzer Linie versagt. Wie wir jetzt sehen, waren sie nicht gewillt oder in der Lage, die große Krise unseres Vereins in den Griff zu bekommen.

Wir müssen feststellen:

Der ausgerufene „sportliche Neuanfang“ nach dem Rauswurf von Rachid Azzouzi und Alexander Zorniger ist krachend gescheitert. Von den angeblichen neuen „Strukturen und Prozessen“, mit denen alles besser werden sollte, ist nichts zu sehen. Eine Vision der Verantwortlichen ist nicht zu erkennen. Es fehlt an Kompetenz und Führungsstärke in allen Bereichen. Unser Verein hat keine sportliche Identität mehr. Das Nachwuchsleistungszentrum, früher Aushängeschild des Vereins, ist in einem katastrophalen Zustand.

Deshalb ist es jetzt an der Zeit für tiefgreifende Veränderungen.

Wir fordern deshalb einen kompletten Neuanfang. Personell wie strukturell. Unser Kleeblatt braucht endlich professionelle, transparente und demokratische Strukturen in allen Bereichen. In der Geschäftsführung und sportlichen Verantwortung. In den Gremien. Im Verein. Damit unser Verein, der in einer tiefen Krise steckt, bald auch wieder bessere Zeiten erlebt.

Die vergangenen Monate haben gezeigt, welche Kraft das Kleeblatt entwickeln kann, wenn alle an einem Strang ziehen. Wenn der Verein nicht gegen seine Fans arbeitet, sondern mit ihnen. Wenn er die berechtigten Sorgen nicht ignoriert, sondern ernst nimmt. Wenn er Kritik nicht als Angriff auffasst, sondern als ersten Schritt zur Verbesserung.

Schluss mit Ausreden. Schluss mit Stillstand. Schluss mit dem „Weiter so“ der letzten Jahre. Es braucht einen echten Neuanfang. Wir sind fest entschlossen diesen Weg mitzugehen und weiterhin den Finger in die Wunde legen. Trotz der aktuell zahlreichen Krisen in unserem Verein, lebt das Kleeblatt durch uns weiter. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass wir bereits viele schwarze Momente gemeinsam überstanden haben. Denn wir Fans, und niemand sonst, sind die Seele der Spielvereinigung Fürth!

Unser Kleeblatt, das wird niemals untergeh’n!

Nordtribüne Fürth, Mai 2026